„…jetzt kommt die Zeit, auf die ihr euch freut.“ So stimmen wir uns im Familiengottesdienst am 1. Advent auf die kommende Zeit ein. Es beginnt mit den drei Weisen, die schon unterwegs sind und voller Hoffnung dem Stern folgen. Mühsam ist die Reise, die Füße tun weh und Hunger haben sie auch. Nicht immer finden sie eine geeignete Unterkunft und manchmal kommen doch Zweifel auf, ob sie nicht doch besser gemütlich zu Hause hätten bleiben sollen. Aber sie machen sich gegenseitig Mut und setzen ihre Reise jeden Tag aufs Neue fort.
Ähnlich geht es in der Wintergeschichte (in Anlehung an Max Bollinger) dem Johannes, dem armen Knecht auf dem Hof eines alten, garstigen Mannes. Johannes sieht den Stern, schöpft Hoffnung und folgt ihm. Die Tiere wollen wissen wohin die Reise geht, aber Johannes weiß nur, dass er dem Stern folgen will. Und so begleiten sie ihn. Der alte Mann entdeckt den Stern erst, als er im Schnee versinkt und um sein Leben bangt. Er ist noch voller Wut, dass sein Knecht mit all den Tieren den Hof verlassen hat. Aber auch er findet schließlich den Stall, klopft an, wird eingelassen und spürt die Wärme und Liebe, das Wunder.
Wir dürfen am 1. Advent erst vorsichtig durch die Ritzen des Stalls schauen, haben vielleicht eine Vorahnung, sind aber noch unterwegs. Es dauert noch bis Weihnachten. Werden wir es wie die Weisen oder wie die Menschen in der Wintergeschichte machen und uns wirklich auf den Weg machen? Sind wir bereit unsere „Komfortzone“ verlassen?
„Auf dem Weg nach Weihnachten, sind wir nicht allein, viele sind schon unterwegs, um bald beim Kind zu sein.“
